Wurzelfix – Inhaltsstoffe und Anwendung

Wurzelfix – Inhaltsstoffe und Anwendung

Bei Wurzelfix handelt es sich um einen sogenannten Wurzelaktivator, der laut Hersteller den Wachstumsprozess der Wurzeln beschleunigen soll. Zum Einsatz kommt er in erster Linie bei Stecklingen, also bei jungen Trieben, aus denen sich eine neue Pflanze entwickeln soll. Das wachstumsfördernde Pflanzenmittel gibt es sowohl als Pulver und Gel als auch in flüssiger Form. Im folgenden Ratgeber werden Inhaltsstoffe und korrekte Anwendung von Wurzelfix aufgelistet und beschrieben.

Was ist Wurzelfix und welche Arten gibt es?

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Wurzelfix um ein Pflanzenpflege-Produkt, das dafür sorgt, dass sich die Wurzeln junger Stecklinge schneller entwickeln können, wodurch die Pflanze schneller und intensiver mit Nährstoffen versorgt wird.

Es gibt folgende verschiedene Wurzelfix-Arten:

  • Pulver: Wurzelfix-Pulver besteht aus Algenmehl, Gesteinsmehl-Zusatzstoffen sowie aus Ton und anderen pflanzlichen Stoffen. Als Pulver wird es entweder unter die Pikiererde gemischt oder in die zuvor mit Pikierholz vorbereiteten Pflanzlöcher gestreut. Darüber hinaus kann man es im Gießwasser auflösen.
  • Flüssige Bewurzelung: Zur Anwendung die vom Hersteller angegebene Menge ins Gießwasser geben und anschließend mit dem Gießvorgang beginnen. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Dosierungsmenge des jeweiligen Produkts nicht überschritten wird.
  • Gel: Im Gegensatz zu Pulver und Flüssig-Bewurzelungsmittel kommt die Anzuchterde nicht in Kontakt mit dem Mittel. Stattdessen wird jeder einzelne Steckling zuvor für ungefähr 30 Sekunden in das Gel getaucht.

Inhaltliche Zusammensetzung von Wurzelfix

Heutzutage wird immer größeren Wert daraufgelegt, dass bei Produkten aller Art eine biologisch-natürliche Zusammensetzung gegeben ist. Auch im Bereich der Pflanzenpflege ist dies kein unerhebliches Thema, denn chemische Inhaltsstoffe können sich schädlich auf das Gedeihen eines Grünlings auswirken. Daher fragen sich Pflanzenliebhaber oftmals, wie Inhaltsstoffe und Zusammensetzung von Wurzelfix aussehen.

Tatsächlich besteht Wurzelfix meistens aus Algenmehl, daneben können jedoch weitere pflanzliche Stoffe enthalten sein. Zudem sind Pflanzennährstoffe wie beispielsweise Auxine und andere Spurenelemente, die für das Wurzelwachstum einer Pflanze fundamental sind, enthalten. Der den Wachstum anregenden Hormoncocktail des Wurzelfix sollte immer richtig dosiert werden, da zu viel davon die Jungpflanzen zur Strecke bringen kann.

Einfache Anwendung leicht erklärt

Die Anwendung von Wurzelfix ist relativ einfach. Grundsätzlich kommt es hierbei darauf an, welche Art von Bewurzelungsmittel vorliegt. Während ein flüssiges Wurzelfix schnell und unkompliziert in das Gießwasser gegeben wird, muss bei wurzelaktivierendem Gel jeder einzelne Steckling eingetaucht werden. Bei Wurzelwachstums-Mittel in Form von Pulver sieht die Anwendung wiederum anders aus.

Man mischt es entweder unter die Anzuchterde oder streut es in die zuvor mit Pikierholz vorbereiteten Pflanzenlöcher. Die individuelle Anwendung wird zudem ausführlich in der Packungsbeilage geschildert. Ein wichtiger Aspekt, der bei der Anwendung nicht vernachlässigt werden darf, ist die richtige Dosierung.

Wie hoch dosieren?

Wurzel-von-Baum

Wenn es um die richtige Anwendung geht, ist nicht nur darauf zu achten, um welche Art von Bewurzelungsmittel es sich handelt (Pulver, Gel oder Flüssigkeit), sondern auch um die Dosierung. Doch wie hoch sollte man Wurzelfix grundsätzlich dosieren?

In der Regel bietet der Hersteller selbst eine Antwort auf diese Frage und gibt genaue Dosierungsanweisungen, die beim gekauften Produkt enthalten sind (in der Packungsanleitung). Ist dies nicht der Fall, kann man sich an folgenden Werten orientieren: Auf 5 l Erde sind in den meisten Fällen bereits 20g vollkommen ausreichend.

Selber machen in wenigen Schritten

Bewurzelungsmittel bestehen in den meisten Fällen aus sogenanntem Algenmehl, weswegen man sie auch selbst herstellen kann. Dies gelingt in nur wenigen Schritten, indem Algen über mehrere Wochen hinweg getrocknet und pulverisiert werden. Das Endprodukt in Form von Pulver kann dann auf die gleiche Art wie herkömmlicher Wurzelaktivator verwendet werden. Im Idealfall werden zur eigenen Herstellung von Wurzelfix Braunalgen verwendet.

Praktische Alternativen zum Algen-Wurzelaktivator

Wer eine praktische Alternative zum Algen-Wurzelaktivator sucht, ist mit 2- bis 3jährigen Weiden-Äste hervorragend beraten. Im Idealfall ist die Rinde der Äste bereits grün oder leicht gelblich, dunkelbraune oder graue Zweige sollten nicht verwendet werden.

Die Äste in zwei bis drei Zentimeter große Stücke schneiden und mit einem Holzhammer ausquetschen. Danach die Äste in Wasser einlegen und 24 Stunden ziehen lassen. Nun ist die Alternative zur Wurzelbehandlung fertig und kann zum Gießen verwendet werden.

Die Marke Neudorff

Bei der Marke Neudorff handelt es sich um einen Hersteller von umweltschonenden Produkten zur Pflanzenpflege und zum Pflanzenschutz. Der Wurzelaktivator von Neudorff verspricht Stecklingen und Jungpflanzen ein erhöhtes und intensiviertes Wurzelwachstum.

Zudem wird durch das Neudorff-Produkt das Anwachsrisiko von Stecklingen, Jungpflanzen und umgetopften Zierpflanzen verringert. So entstehen innerhalb kurzer Zeit kräftige Wurzeln, die für grünend-blühende Pflanzenwunder sorgen. Erhältlich ist das Bewurzelungspulver sowohl im Online-Shop von Neudorff auch als bei Amazon.

Anwendung als Gel

Die Anwendung von Wurzelfix in Form von Gel gestaltetet sich etwas aufwendiger als die Nutzung als Pulver oder Flüssig-Bewurzelungsmittel. Allerdings ist auch diese Anwendung mit nur wenigen Handgriffen erledigt und nur geringfügig zeitintensiver als die anderen beiden Varianten.

In einem ersten Schritt wird jeder Steckling in Wasser getaucht, damit die Wurzeln das Gel ideal aufnehmen können und dieses nicht verschmutzt wird. Danach wird jeder Steckling für ca. 30 Sekunden in das Wurzelgel getaucht. Ist dies erfolgt, kann die Jungpflanze in die Pikiererde gesetzt werden. Vorteilig hierbei ist, dass das Gel einen zusätzlichen Schutz für die Schnittstelle bietet und die Wurzeln dadurch schneller Nährstoffe aufnehmen können.