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Vom Profi lernen –Techniken für die Parkett-Verlegung

Ein fachmännisch verlegtes Parkett verleiht Räumen ein elegantes Aussehen. Foto: © vschlichting / stock adobe

Wenn du dein Zuhause mit einem hochwertigen Parkettboden aufwerten möchtest, ist es wichtig, die richtigen Verlegetechniken zu kennen. Ein fachmännisch verlegtes Parkett verleiht deinen Räumen nicht nur ein elegantes Aussehen, sondern sorgt auch für Langlebigkeit und Wertbeständigkeit.

Die richtige Auswahl spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn es gibt viele verschiedene Holzarten und Oberflächen, die sich für unterschiedliche Raumstile eignen. Zudem solltest du auch die Raumgröße und die Nutzungsintensität berücksichtigen, um das perfekte Parkett für deine Bedürfnisse zu finden.

In diesem Beitrag erfährst du von erfahrenen Profis, worauf es bei der Verlegung von Parkett ankommt und welche Techniken sich bewährt haben.

Vorbereitung ist alles

Untergrundprüfung und Untergrundvorbereitung

Bevor du mit der eigentlichen Verlegung des Parketts beginnst, ist eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds unerlässlich. Prüfe zunächst, ob der Untergrund eben, sauber und trocken ist. Unebenheiten müssen ausgeglichen werden, um später eine gleichmäßige Optik zu erreichen.

Verwende hierfür spezielle Ausgleichsmassen oder Nivelliermassen. Achte auch auf die Restfeuchte des Untergrunds, die je nach Art nicht mehr als 1,8 bis 2,0 Prozent betragen sollte. Eine zu hohe Feuchtigkeit kann zu Schäden führen.

Akklimatisierung

Ein weiterer wichtiger Schritt vor der Verlegung ist die Akklimatisierung. Lasse das Parkett mindestens 48 Stunden in den zu verlegenden Räumen liegen, damit es sich an die Umgebungsbedingungen anpassen kann. Achte dabei auf eine konstante Raumtemperatur von circa 20 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent. So vermeidest du spätere Verformungen oder Fugenbildungen.

Verlegetechniken für perfekte Ergebnisse

Schwimmende Verlegung

Eine beliebte Methode ist die schwimmende Verlegung, bei der das Parkett nicht fest mit dem Untergrund verbunden wird. Hierbei werden die einzelnen Elemente durch Nut und Feder miteinander verbunden und “schwimmen“ auf einer Dämmunterlage.

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Diese Verlegetechnik eignet sich besonders für Räume mit einer Fußbodenheizung, da sie Bewegungen des Holzes aufgrund von Temperaturänderungen zulässt. Achte bei der schwimmenden Verlegung auf einen Wandabstand von circa 10 bis 15 mm, um Spannungen zu vermeiden.

Verklebung auf dem Untergrund

Eine weitere Möglichkeit ist die vollflächige Verklebung des Bodenbelags auf dem Untergrund. Diese Methode bietet eine hohe Stabilität und eignet sich auch für stark beanspruchte Bereiche.

Verwende hierfür einen speziellen Kleber und trage ihn gleichmäßig mit einer Zahnspachtel auf. Beginne mit der Verlegung an einer geraden Wand und arbeite dich Reihe für Reihe vor. Achte auf eine präzise Ausrichtung der Elemente und vermeide Fugen.

Verlegung im Fischgrätmuster

Ein klassisches und zeitloses Verlegemuster ist das Fischgrätmuster – auch bekannt als “Chevron-Muster”. Hierbei werden die Elemente in einem 45-Grad-Winkel zueinander verlegt, was dem Boden eine besondere Dynamik verleiht.

Die Verlegung im Fischgrätmuster erfordert etwas mehr Geschick und Präzision, da die Elemente passgenau zugeschnitten werden müssen. Beginne in der Raummitte und arbeite dich zu den Wänden vor. Ein symmetrisches Erscheinungsbild erzielst du, indem du die Verlegung von der Türseite aus startest.

Abschlussarbeiten und Pflege

Fußleisten und Übergänge

Nach der erfolgreichen Verlegung gilt es, die Fußleisten anzubringen und Übergänge zu gestalten. Fußleisten dienen nicht nur der Optik, sondern verdecken auch den notwendigen Wandabstand und schützen den Boden vor Beschädigungen.

Wähle Fußleisten, die zum Stil passen, und montiere sie fachgerecht. Bei Übergängen zu anderen Bodenbelägen oder Türschwellen verwendest du spezielle Übergangsprofile, um einen harmonischen Look zu erzielen.

Erstpflege und regelmäßige Reinigung

Um dein neu verlegtes Holz langfristig zu schützen und seine Schönheit zu bewahren, ist eine fachgerechte Erstpflege unerlässlich. Trage hierfür ein spezielles Pflegeöl oder Wachs auf, das die Oberfläche versiegelt und vor Feuchtigkeit und Schmutz schützt.

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Für die regelmäßige Reinigung genügt in der Regel trockenes Wischen oder Saugen. Bei stärkeren Verschmutzungen kannst du einen leicht feuchten Wischlappen verwenden, achte jedoch darauf, dass es nicht zu nass wird.

verfasst von Administratorix