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Doppelstabmattenzaun planen: Maße, Fundamente und typische Fehler

Ein Doppelstabmattenzaun lässt sich mit handwerklicher Erfahrung selbst aufstellen, doch viele Fehler entstehen bereits vor der Montage. Foto: ©AdKrieger/ stock adobe

Ein Doppelstabmattenzaun lässt sich mit handwerklicher Erfahrung selbst aufstellen, doch viele Fehler entstehen bereits vor der Montage.

Steht ein Pfosten falsch, passt das nächste Feld möglicherweise nicht mehr zwischen die Halterungen. Höhenunterschiede können außerdem dazu führen, dass unter dem Zaun unerwartet große Lücken bleiben. Deshalb werden zunächst der Verlauf, sämtliche Ecken und die gewünschten Durchgänge eingezeichnet. Anschließend lassen sich Materialbedarf und Befestigung anhand der tatsächlichen Grundstücksverhältnisse bestimmen.

Wer diese Vorbereitung sorgfältig erledigt, vermeidet Nachbestellungen und aufwendige Korrekturen an bereits betonierten Pfosten. Eine gespannte Schnur macht den Verlauf sichtbar und hilft dabei, Abweichungen von der geplanten Linie auf dem Grundstück zu erkennen.

Grundstücksgrenze und Vorgaben klären

Ein alter Zaun oder eine Hecke zeigt nicht zwangsläufig die tatsächliche Grundstücksgrenze. Bestehen Zweifel, muss deren Verlauf vor der Planung verlässlich geklärt werden. Auch die örtlichen Anforderungen an Höhe, Standort und Ausführung gehören zu den Vorarbeiten.

Auskunft zu den geltenden Vorgaben gibt die zuständige Gemeinde beziehungsweise Bauaufsicht. Die Anfrage sollte den geplanten Zaun einschließlich eines vorgesehenen Sichtschutzes beschreiben. Ein Gespräch mit den Nachbarn hilft, unterschiedliche Vorstellungen rechtzeitig anzusprechen, ersetzt jedoch keine erforderliche rechtliche Klärung.

Mattenbreite und Pfostenabstand unterscheiden

Die Breite einer Matte entspricht nicht automatisch dem erforderlichen Pfostenabstand. Maßgeblich ist das Einbaumaß des gewählten Systems mit seinen Halterungen. Dabei muss klar sein, ob die Anleitung den Abstand zwischen den Pfostenmitten oder den freien Zwischenraum nennt.

Montageanleitungen geben beispielsweise 2.520 Millimeter zwischen den Pfostenmitten vor. Dieses Maß lässt sich nicht ungeprüft auf alle Zäune übertragen. Vor dem Betonieren zeigt ein probeweise eingesetztes Feld mit passenden Befestigungen, ob die geplanten Abstände stimmen.

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Tore, Ecken und Reststücke berücksichtigen

Jede gerade Teilstrecke wird einzeln vermessen und in einer Skizze festgehalten. Die gesamte Zaunlänge durch die Mattenbreite zu teilen, reicht nicht aus. Toröffnungen, Eckanschlüsse und gekürzte Felder müssen gesondert berücksichtigt werden.

Eine freistehende gerade Strecke mit vier Feldern benötigt beispielsweise fünf Pfosten. Beim Tor zählen zusätzlich die Einbaumaße des Herstellers und der Platz zum Öffnen. Auf ansteigendem Boden sollte der Schwenkbereich geprüft werden, damit der Torflügel später nicht aufsetzt. Auch die gewünschte Durchgangsbreite wird vorher geprüft, damit Schubkarre, Rasenmäher oder Fahrräder später bequem durch das geöffnete Gartentor bewegt werden können.

Material mit der Planung abgleichen

Ein Doppelstabmattenzaun Konfigurator hilft dabei, die gewünschten Komponenten zusammenzustellen. Dabei stehen unter anderem unterschiedliche Mattenstärken, Pfostenausführungen und Befestigungsarten zur Auswahl. Die Zusammenstellung wird anschließend mit der eigenen Skizze verglichen.

Dabei müssen auch Ecklösungen, Torpfosten, Halter, Schrauben und Pfostenkappen berücksichtigt sein. Die Bezeichnung Komplettset garantiert nicht, dass jede Besonderheit des Grundstücks abgedeckt ist. Fragen zu gekürzten Feldern, Geländeversätzen oder Anschlüssen an vorhandene Mauern sollten deshalb vor dem Kauf mit dem Anbieter geklärt werden.

Gefälle an jedem Pfostenstandort erfassen

Doppelstabmatten sind starre Elemente und folgen einem Gefälle nicht wie gespanntes Drahtgeflecht. Bei einer abgestuften Montage sitzen die Felder waagerecht und werden gegeneinander höhenversetzt angebracht. Dadurch entstehen unter den Matten unterschiedlich große Bodenabstände.

Wer kleine Haustiere auf dem Grundstück halten möchte, sollte diese Öffnungen berücksichtigen. Gemessen wird deshalb an den vorgesehenen Pfostenstandorten, nicht lediglich am Anfang und Ende der Strecke. Vor dem Kauf muss außerdem feststehen, welche Abstufungen das Befestigungssystem zulässt und welche Pfostenlängen dafür benötigt werden. Eine Zeichnung mit eingetragenen Höhen erleichtert den Abgleich und verhindert, dass fehlende Bodenfreiheit erst während der Montage auffällt.

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Fundamente passend zum Standort planen

Eine pauschale Eingrabtiefe reicht als Grundlage für die Befestigung nicht aus. Zaunhöhe, Bodenbeschaffenheit, Windverhältnisse und Pfostensystem müssen gemeinsam betrachtet werden. Auch häufig genannte Fundamentmaße sind keine verbindliche Lösung für jeden Garten.

Die erforderlichen Abmessungen und die örtlich notwendige frostfreie Gründung werden deshalb vor dem Aushub geklärt. Bei aufgefülltem Boden oder besonders exponierten Standorten ist eine fachliche Beurteilung sinnvoll. Zusätzlich muss bekannt sein, ob entlang der geplanten Strecke unterirdische Leitungen verlaufen. Vorhandene Pflasterflächen oder schmale Mauerkronen sollten ebenfalls früh untersucht werden, wenn sie als Untergrund für die Befestigung der Zaunpfosten vorgesehen sind.

Sichtschutz erhöht die Windlast

Sichtschutzstreifen gehören bereits bei der Auswahl von Pfosten und Fundamenten in die Planung. Sie schließen große Teile der Gitterfläche und erhöhen dadurch die Windlast. Eine ohne Füllung ausreichend befestigte Konstruktion eignet sich deshalb nicht automatisch für einen nachträglichen Sichtschutz. Bei aufgeschraubten Pfosten müssen außerdem Untergrund und Verankerung die auftretenden Kräfte aufnehmen können. Vor dem Nachrüsten ist daher die Eignung der gesamten Anlage zu prüfen.

Während der Montage regelmäßig kontrollieren

Die Reihenfolge beim Aufbau richtet sich nach der jeweiligen Herstelleranleitung. Manche Verfahren sehen vor, Pfosten und Matten abschnittsweise gemeinsam auszurichten und abzustützen. Experten empfehlen ein abschnittsweises Vorgehen, damit falsche Abstände rechtzeitig auffallen.

Höhe, Flucht und senkrechter Stand werden während der Arbeiten wiederholt geprüft. Wann der Beton belastet werden darf, hängt vom Produkt und den Verarbeitungsbedingungen ab. Eine pauschale Wartezeit ersetzt deshalb nicht die Angaben auf dem verwendeten Baustoff. Bis zur vorgesehenen Belastbarkeit bleiben die Bauteile entsprechend der Montageanleitung gesichert, damit sich ihre Position während des Erhärtens nicht verändert.

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Zuschnitte schützen und Gesamtkosten vergleichen

Gekürzte Matten brauchen entgratete Schnittkanten und einen Korrosionsschutz nach Herstellervorgabe. Geeignetes Werkzeug und die erforderliche Schutzausrüstung gehören daher zur Vorbereitung. Eine zweite Person erleichtert das Halten und Ausrichten schwerer Elemente.

Für den Kostenvergleich zählen neben Matten und Pfosten auch Tore, Beton, Befestigungen, Lieferung und Werkzeugmiete. Angebote sind nur vergleichbar, wenn Höhe, Mattenstärke, Beschichtung und Ausstattung übereinstimmen. Nach dem Aufbau helfen gelegentliche Kontrollen von Oberfläche, Anschlüssen und Pfosten, Schäden frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu beheben.

verfasst von Administratorix